So sieht Naturfotografie im Jahr 2017 aus:

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It’s a photo that I wish didn’t exist but now that it does I want everyone to see it. What started as an opportunity to photograph a cute little sea horse turned into one of frustration and sadness as the incoming tide brought with it countless pieces of trash and sewage. This sea horse drifts long with the trash day in and day out as it rides the currents that flow along the Indonesian archipelago. This photo serves as an allegory for the current and future state of our oceans. What sort of future are we creating? How can your actions shape our planet?
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thanks to @eyosexpeditions for getting me there and to @nhm_wpy and @sea_legacy for getting this photo in front of as many eyes as possible. Go to @sea_legacy to see how you can make a difference. . #plastic #seahorse #wpy53 #wildlifephotography #conservation @nhm_wpy @noaadebris #switchthestick

Ein Beitrag geteilt von Justin Hofman (@justinhofman) am

Bitte was? Naturfotografie? Das Bild gehört zu den bekanntesten ‘Natur’-Fotos der letzten Jahre und man denkt vielleicht impulsiv: Ach, das niedliche Seepferdchen, hat es ein Wattestäbchen gefunden, ist ja drollig.

Aber drollig und niedlich, das geht anders. Laut WDR Quarks-Angabe sind sage und schreibe 14 Prozent des Einwegplastiks, das sich im Meer befindet, Wattestäbchen!

Mal abgesehen davon, dass Ohrenärzte davon abraten, sie für die Ohrenreinigung zu verwenden, raten wir aus Nachhaltigkeitgründen auch davon ab. Und es gibt eine wunderbare Alternative:

Aus Edelstahl, hält ein Leben lang, ist sogar spülmaschinenfest – wenn Ihr nicht gerade eine Variante mit Plastik- oder Holzgriff kauft. Aber Plastik kauft Ihr ja zum Glück sowieso nicht mehr.

Der Umgang damit ist anfangs etwas ungewohnt: Statt mit dem Wattestab ungelenk im Ohr herumzuprökeln und zu hoffen, dass sich möglichst viel Talg in der Watte verfängt, schaufelt, hebelt und zieht man vorsichtig mit der Öse, was man rausbefördern möchte. Zugegeben, ein paar Anwendungen zur Umgewöhnungs können notwendig sein, aber inzwischen ist die Watte am Stab im Ohr für mich nicht mehr vorstellbar.

Leider haben Seepferdchen und andere wilde Tiere seither weniger Spielzeug, falls mal wieder mein Stuttgarter Müll versehentlich irgendwo in einem exotischen Meer landet. Traurig und schön zur selben Zeit.

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